AktiVoReha Fachtagung 2026: Gesundheitsförderung als Schlüssel für nachhaltige Arbeitsmarktintegration
AktiVoReha Fachtagung 2026: Gesundheitsförderung als Schlüssel für nachhaltige Arbeitsmarktintegration
Wie kann nachhaltige Teilhabe am Arbeitsmarkt gelingen, insbesondere für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen? Diese zentrale Frage stand im Mittelpunkt der AktiVoReha Fachtagung 2026, zu der das Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz eingeladen hatte. Zahlreiche Fachkräfte aus den Bereichen Arbeitsmarkt, Gesundheit, Psychotherapie und sozialen Unterstützungssystemen folgten der Einladung in die @viedel – Begegnungsstätte in Polch.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Ersten Kreisbeigeordneten Pascal Badziong, der in seinem Grußwort die Bedeutung einer engen Verzahnung von Gesundheitsförderung und Arbeitsmarktintegration hervorhob.
Die Veranstaltung wurde durch die wissenschaftliche Begleitung des Projekts, ism Mainz e.V., moderiert. Dr. Michael Seligman und Dr. Dörte Schott führten durch das Programm und setzten fachliche Impulse.
Im Fokus standen die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem fünfjährigen Projekt AktiVoReha. Ziel des Projekts ist es, Menschen mit gesundheitlichen Belastungen durch eine enge Verzahnung von Arbeitsmarktintegration und Gesundheitsförderung nachhaltig zu unterstützen. In Fachvorträgen wurde deutlich: Erfolgreiche Teilhabe gelingt nur durch eine strukturierte und verlässliche Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure.
Einen wichtigen fachlichen Beitrag leistete Meike Koch, Psychiatrie- und Teilhabekoordinatorin des Landkreises Mayen-Koblenz und der Stadt Koblenz. Sie stellte die Planung und Koordination von Hilfen für Menschen mit psychischen Erkrankungen in der Region vor und verdeutlichte die Bedeutung abgestimmter Versorgungsstrukturen.
In den anschließenden Werkstattforen diskutierten die Teilnehmenden praxisnah über konkrete Unterstützungsansätze, notwendige Rahmenbedingungen sowie die Rolle von Betrieben bei der Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.
Ein besonderer Höhepunkt war das Podiumsgespräch, das die Relevanz des Projekts eindrucksvoll unterstrich. Auf dem Podium diskutierten Sandra Schumacher, Geschäftsführerin des Jobcenters Mayen-Koblenz, Dr. med. Helene Dietze (Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie am Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein), Yvonne M. Ritz (Geschäftsführerin Koblenz Hybrider e. K.) sowie Theresa Schüller (Psychologin am Eichenberg Institut und psychologische Psychotherapeutin). Aus ihren unterschiedlichen Perspektiven machten sie deutlich, wie eng Gesundheit, Beschäftigung und soziale Teilhabe miteinander verknüpft sind und dass nachhaltige Lösungen nur im Zusammenwirken verschiedener Disziplinen entstehen können.
Die Fachtagung bot darüber hinaus vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung und zum fachlichen Austausch. Beim Ausklang wurden Gespräche vertieft und neue Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit gesetzt. Die musikalische Begleitung durch das Ensemble tri3o rundete die Veranstaltung ab.
Das Jobcenter Landkreis Mayen-Koblenz zieht ein positives Fazit: Die AktiVoReha Fachtagung hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig integrierte und vernetzte Ansätze für eine nachhaltige Arbeitsmarktintegration sind. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Weiterentwicklung bestehender Angebote einfließen und die Kooperation der beteiligten Akteure weiter stärken.